Time to hire

Dein Job-Matching Glossar

Was bedeutet Time to hire?

Auch dieser Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet „Zeit bis zur Einstellung“. Eine einheitliche Definition der Time to Hire gibt es nicht. Unternehmen verstehen darunter meist den Zeitraum zwischen Ausschreibung und Besetzung einer Vakanz, also einer offenen oder unbesetzten Stelle.

Diese Definition greif in der Praxis zu kurz, denn in Wirklichkeit umfasst die Time-to-Hire einen viel größeren Zeitraum. Sie beginnt ab dem Tag, an dem feststeht, dass ein Mitarbeiter das Unternehmen verlassen wird, und dauert bis zur Wiederbesetzung der Stelle durch einen neuen Mitarbeiter. Zwischen der Erkenntnis, dass eine Stelle vakant wird und der Wiederbesetzung dieser Stelle müssen mehrere Stationen durchlaufen werden: Die Vorbereitungsphase, die Phase der Personalsuche und Entscheidungsphase.

Zuerst muss eine Stellenanzeige mit den Anforderungen und Aufgabengebieten der Position erstellt werden. Das fertige Stellenprofil muss dann auf den richtigen Kanälen gestreut werden, um auch passende Bewerber zu erreichen, z.B. auf der eigenen Homepage, online auf Jobbörsen oder als Aushang an einem schwarzen Brett. Zusätzlich können Active Sourcing Methoden die Suche nach dem geeigneten Kandidaten unterstützen, vor allem wenn begehrte High Potentials angeworben werden sollen. Unter allen eingehenden Bewerbungen werden intern die besten Kandidaten ausgewählt und zu Gesprächen eingeladen. Erst wenn die interne Evaluierung abgeschlossen ist und sich auch der Bewerber für das Unternehmen entscheidet, kann der Vertrag abgeschlossen und die vakante Stelle besetzt werden.

In dieser meist relativ langen Zeitspanne entstehen Kosten in zwei Bereichen: Einmal das externe Budget, welches für die Schaltung der Stellenanzeigen auf den verschiedenen Kanälen aufgewendet werden muss, um relevante Bewerbungen zu erhalten. Hinzu kommen noch die Kosten, die dadurch entstehen, dass durch die unbesetzte Stelle Aufgaben nicht erfüllt werden können. Je länger die Stelle unbesetzt bleibt und je größer der Stellenwert der Position für das Unternehmen ist, desto mehr Kosten entstehen. Hierzu zählen beispielsweise Umsatzausfälle durch Produktionseinschränkungen oder Ausfälle durch fehlende Markt- und Kundenbetreuung. Die einzelnen Phasen brauchen eine gewisse Vorlaufzeit, weshalb es Sinn macht, langfristig zu planen. Je nach vakanter Stelle kann die Suche nach dem passenden Kandidaten einige Monate in Anspruch nehmen.