Hidden Champions

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Wer sind Hidden Champions und woher kommt die Bezeichnung?

Als heimliche Gewinner oder unbekannte Weltmarktführer (engl. Hidden Champions) werden relativ unbekannte größere Unternehmen (> 50 Millionen € Umsatz bzw. > 500 Mitarbeiter) bezeichnet, die in Nischen-Marktsegmenten Europa- oder Weltmarktführer sind. In der Öffentlichkeit sind sie kaum bekannt, da sie meist inhabergeführt und nicht börsennotiert sind und daher von Analysten und Investoren nicht beobachtet werden. Der Begriff Hidden Champions wurde 1990 von Hermann Simon als Forschungskonstrukt geprägt und in der Zeitschrift für Betriebswirtschaft publiziert. Mittlerweile wird er als Synonym für Wachstumsunternehmen in Deutschland verwendet und dieser Unternehmenstypus soll entscheidend zum Exporterfolg der deutschen Wirtschaft beitragen. Die Kriterien, um als Hidden Champion zu gelten, sind laut Simon, dass das Unternehmen in seiner Branche die Nummer 1,2 oder 3 auf dem Weltmarkt ist oder die Nummer 1 auf dem Heimatkontinent. Der Jahresumsatz liegt in der Regel unter 3 Milliarden Euro. Aufgrund ihrer oft spezifischen Produkte und familiären Arbeitsatmosphäre sind Hidden Champions oft attraktive Arbeitsgeber für High Professionals.

Vgl. Hermann Simon: "'Hidden champions': Speerspitze der deutschen Wirtschaft", Zeitschrift für Betriebswirtschaft (ZfB) 60(1990)9