Unter der Woche verbringen wir die meiste Zeit mit unseren Arbeitskollegen. Da ist es für die Teamleistung und die Arbeitsmoral elementar, gut mit seinen Kollegen auszukommen. Wer sich wohlfühlt startet mit mehr Motivation in den Arbeitstag und bleibt dem Unternehmen länger erhalten. Im gleichen Maße wirken sich Unstimmigkeiten im Team negativ auf die Arbeitsleistung aus. Daher sollte ein jedes Unternehmen Maßnahmen ergreifen, die für ein gesundes Klima im Team sorgen. Eine Möglichkeit ist das Teamevent. Was dieses bewirken kann und worauf man bei der Planung achten sollte, habe ich mir einmal angesehen.

Was sind Teamevents?

Teamevents sind von dem Unternehmen gesponserte Unternehmungen, die zu einer guten Stimmung beitragen können. Die Mitglieder werden aus dem Arbeitskontext herausgenommen und in einen vollkommen neuen Kontext gesetzt. Aus der gewohnten Arbeitsumgebung ausbrechen und in einen weniger formalen Rahmen wechseln, ermöglicht es den Teammitglieder, sich auf eine ganz neue Weise kennen zu lernen. Die Teilnehmer sollen ein Gefühl für einander bekommen, gemeinsame Erlebnisse haben, die eine gesunde Basis für den Arbeitsalltag schaffen. Man lernt sich auf einer persönlicheren Ebene kennen und schafft Herausforderungen gemeinsam zu meistern. Alles Aufgaben, die das Fundament für ein funktionierendes Miteinander in der Arbeit bilden.

Was können Teamevents bewirken?

Die Bindung von Mitarbeiter an ein Unternehmen spielt gerade in Zeiten von hoher Mobilität zugunsten der Karriere, sowohl in Bezug auf den Wohnort als auch auf den Job selbst, eine große Rolle.  Dauerhafte Beschäftigungen sind eher die Ausnahme als die Regel und es gibt hohe Fluktuationsraten in Unternehmen. Schafft man es als Unternehmen Mitarbeiter langfristig an sich zu binden, wird ein hoher Kostenfaktor eingespart. Damit bleibt die getätigte Investition im eigenen Unternehmen. Zudem sind motivierte Mitarbeiter, die sich auch auf einer persönlichen Ebene mit ihrem Arbeitgeber identifizieren, ein großer Mehrwert. Denn die Qualität der Arbeit steigt ebenso, wie die Leistungsbereitschaft. Glückliche Mitarbeiter fungieren dabei als eine Art Markenbotschafter, indem sie die Attraktivität des Unternehmens nach außen tragen. Teamevents können diese positiven Synergieeffekte auslösen und unterstützen die Integration neuer Mitarbeiter.

Worauf muss ich bei der Planung achten?

  1. Zeitpunkt

    Wähle den Zeitpunkt für ein Teambuilding so, dass alle Mitglieder teilnehmen können. Dabei ist wichtig, dass die internen Unternehmensprozesse durch das Event nicht gestört werden. Besonders in einer stressigen Phase können sich ansonsten die Mitarbeiter nicht gänzlich auf das Teamevent einlassen.

  2. Keine Notfallmaßnahme

    Kommuniziere das Teamevent nicht als Notfallmaßnahme. Zum einen können es die Mitarbeiter, bei denen es Unstimmigkeiten gibt, als eine Art Bestrafung aufnehmen, was dem ganzen Event einen negativen Beigeschmack verpasst. Zum anderen sind Teamevents nicht die optimale Lösungsstrategie für tiefgreifendere Unstimmigkeiten.

  3. Einfach aber anspruchsvoll

    Wähle keine Aufgaben aus, die  Spezialwissen erfordern. Dadurch entsteht das Risiko, dass Personen automatisch exkludiert werden.  Entscheide dich demnach für Aktivitäten, bei denen alle mit ähnlichen Voraussetzungen starten. Dennoch sollen die Aufgaben dabei fordernd, aber auch lösbar sein. Da ein Erfolgserlebnis hier besonders wichtig ist.

  4. Messbares Ergebnis

    Spaß bei einem Teamevent ist ein wichtiger Faktor, doch er alleinig reicht nicht aus. Jedes Teamevent verfolgt ein Ziel. Die Motivation zu stärken, strategisches Zusammenarbeiten verbessern oder eine stärkere emotionale und soziale Verbindung im Team zu schaffen. Insbesondere gemeinschaftliche Erfolgserlebnisse auf einem Teamevent können als Katalysator dafür dienen. Wähle deshalb Aktionen, deren Ergebnis erfüll- und messbar ist.

  5. Individuelle Passung

    Jedes Team ist einzigartig. Daher passe auch das jeweilige Teamevent individuell an die Bedürfnisse, Altersstruktur und Typzusammensetzung an. Fehlgriffe umgehst du mit einem gemeinsamen Brainstorming. Dadurch fühlen sich die Kollegen direkt mit einbezogen, die Motivation wird geweckt und die Tendenz der Gruppe kann abgesteckt werden.

  6. Raum für jeden

    Teams sind sehr oft heterogen. Deshalb sollte das Event jeden abholen – im metaphorischen Sinn. Dabei ist es wichtig, dass Aufgaben genügend Raum für das aktive Mitwirken eines jeden lassen, damit alle Teil des Ganzen sein können und durch den persönlichen Einsatz zum Endergebnis mit beigetragen.

  7. Flexibilität

    Lasse Raum für Flexibilität im Ablaufplan. Das ermöglicht gewisse Programmpunkte je nach Stimmung länger oder kürzer zu gestalten.

  8. Ausklingen lassen

    Runde den Tag durch ein lockeres Afterevent ab. Das schafft Raum für Nahbarkeit und ermöglicht es den Tag in einer entspannten, offenen Atmosphäre ausklingen zu lassen.

Was kann man machen, wenn nicht jeder mitzieht?

Ergründe zunächst die Ursache. Fühlt der Mitarbeiter sich unsicher und sieht sich mit verschiedenen Ängsten konfrontiert? Dann kann ein transparenter Umgang mit den verschiedenen Tagesstationen, Zielen und Erwartungshaltungen zum Teamevent zur Teilnahme bewegen. Hebe immer die Freiwilligkeit jeder einzelnen Aktion hervor. Keiner wird zu etwas gezwungen. Sollte ein schlichter Unwille oder eine Demotivation zugrunde liegen, stellt sich generell die Frage, wie sich eine solche Einstellung auf ein Team auswirkt und ob diese im Unternehmen erwünscht ist.

Fazit

Teamevents sind auf jeden Fall Investitionen, die sich lohnen. Auch wenn sie lediglich Anstöße für ein gutes Teambuilding geben, kann ein Unternehmen für viele Bereiche einen Mehrwert daraus ziehen. Denn ein gutes Miteinander, sowohl zwischen den Kollegen als auch zur Führungsetage, ist ein wichtiger Aspekt in punkto Mitarbeiterzufriedenheit. Daher können Teamevents als wichtiges Element der Personalführung gesehen werden.

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