Small Talk

 

Stell dir mal vor du stehst allein im Aufzug und möchtest in deine Abteilung hochfahren, und plötzlich steigt dein Chef oder Vorgesetzter hinzu. Was tust du? Fängst du an Löcher in die Luft zu starren und hoffst, dass du bald aussteigen kannst? Ergreifst du die Flucht und nimmst lieber die Treppe? Oder quatschst du einfach drauf los bis er von selber aussteigt? Die meisten Menschen haben genau vor dieser Situation enormen Respekt. Aber warum? Ist denn ein bisschen Small Talk so schwierig? Wir zeigen dir, wie du in dieser unangenehmen Situation doch einen guten Eindruck hinterlässt und sie somit zu deinem Vorteil nutzt.

Small Talk – Die richtige Balance finden

Alltagsgespräche im Büro bilden eine Form von Höflichkeit und zählen zu den sozialen Kompetenzen eines jeden. Small Talk bietet die Möglichkeit des gegenseitigen Austausches über das Wohlbefinden und verhält sich wie eine Sitte oder eine Norm in der Gesellschaft – es gehört einfach dazu, auch wenn die Frage „Geht’s dir/Ihnen gut?“ rhetorisch gesehen werden sollte. Dennoch entsteht eine Art Hemmschwelle, wenn es darum geht aus dem Stehgreif mit einer doch fremden Person ein Gespräch zu führen, vor allem wenn es sich dabei um jemanden handelt, der über einem steht. Einerseits möchte man gerne eine unangenehme Stille vermeiden und das Eis brechen, gleichzeitig aber auch den anderen nicht langweilen.

Es gibt keinen konkreten „richtigen“ Small Talk, denn er ist immer abhängig von verschiedenen Faktoren wie dem Gesprächspartner, den äußeren Einflüssen und der Gesamtsituation. Allgemein lässt sich aber sagen: warte nicht zu lange um etwas zu sagen, denn je länger die Stille und das Schweigen, desto größer scheint die Hürde zu sein.

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Worüber du am besten reden solltest

Das vermeintlich größte Problem stellt die Frage dar: Was soll ich denn überhaupt sagen? Viele denken, sie seien erlöst, wenn sie eine Frage stellen, denn dann ist der andere dran mit Reden. Besser ist es, den Small Talk mit einer simplen allgemeinen Aussage zu starten als eine Art Einladung zum Gespräch. Damit gibst du deinem Gegenüber die Option, sich für eine Gesprächsrichtung zu entscheiden. Meistens wird darauf eingestiegen, da die Absicht erkannt wird. Der klassische Weg mit: „Oh, das Wetter scheint aber heute schön zu sein!“ ist zwar nicht der kreativste, aber er klappt fast immer. Vermeiden solltest du Konfliktträchtiges oder positionsergreifende Themen, wie Politik oder Religion.

Steigst du direkt mit einer Frage ein, so kann sich dein Gesprächspartner „bedrängt“ fühlen, da du möglicherweise ein Thema ansprichst, zudem er vielleicht nichts sagen kann oder möchte. Während des Gesprächs solltest du allerdings unbedingt Fragen stellen, um zu zeigen, dass du aufmerksam zuhörst. Dabei spielen auch der Blickkontakt und die Körpersprache eine sehr wichtige Rolle. Laut dem Soziologen und Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick kann niemand nicht nicht kommunizieren, bedeutet: non-verbal übermittelst du genauso viele Informationen wie verbal.

Aber die wichtigste Regel ist: Bleib authentisch! Sei du selbst und hör auch auf dein Bauchgefühl. Wenn du eher der ruhige und introvertierte Typ bist, und zwanghaft ein Gespräch aufbauen möchtest, vermittelst du einen sehr unnatürlichen Eindruck. Bist du ein redefreudiger Mensch, so solltest du darauf achten, dass du nicht zu viel über dich selber redest und den anderem kaum zu Wort kommen lässt. Welcher Persönlichkeitstyp du bist, kannst du zum Beispiel hier erfahren.

 

Situation im Fahrstuhl
Quelle: news.kununu.com

Die Do’s und Dont’s des erfolgreichen Small Talks

Do’s:

  • Lieber mit einem Satz in das Gespräch starten, als mit einer Frage, um dem Partner die Auswahl der Gesprächsrichtung zu lassen
  • Selber auch einen Beitrag leisten und ausführlich Antworten geben
  • Erzählt der Partner etwas über sich, so solltest du Interesse zeigen und unbedingt Fragen stellen, allerdings nicht zu detailliert

 

Dont’s:

  • Habe nicht zu viel Angst und sei nicht zu zurückhaltend, so baust du dir selber eine Hemmschwelle auf
  • Erzähle nicht zu viel über dich selber, die Gefahr besteht den anderen dadurch einzuschüchtern
  • Sprich nicht zu persönliche Themen an

 

Neben dem Berufsalltag spielt Small Talk auch im Bewerbungsgespräch eine wichtige Rolle. Hier solltest du unbedingt die Rhetorik dahinter sehen. Fragt der Arbeitgeber beispielsweise: „Haben Sie uns denn gut gefunden?“ solltest du eher nicht antworten „Naja, die Bahn war super voll und euer Eingang ist auch echt nicht so auffällig.“ Befolgst du die Tipps und Tricks, wirst du das Gespräch in jedem Fall auflockern und einen sympathischen Eindruck hinterlassen.

 

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Talayeh

Tala schwingt sich mit ihrem Elan von einem Thema ins nächste – und privat am liebsten auf den Sattel. Die ursprüngliche Münchnerin mit orientalischen Wurzeln hat mit ihrem Organisationstalent nicht nur unsere Social Media Kanäle unter Kontrolle sondern kümmert sich auch um die interne Kommunikation.

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