Liebe Leserinnen und Leser,

mein Name ist Martin, ich habe vor zwei Jahren gemeinsam mit meinem Mitgründer Stefan das Startup jobify gegründet um die Art und Weise, wie junge Menschen zu den passenden Unternehmen finden grundlegend auf den Kopf zu stellen. So simpel das im ersten Moment klingen mag – der Weg bis zum heutigen Tag war steinig und ereignisreich. Mein persönlicher Weg zur Gründung von jobify begann an einer Stelle, welche die meisten jungen Menschen kennen und ging von Optimismus (oder war das eher Naivität?) über Erkenntnis, Ernüchterung, Tatendrang und dann Umsetzung und Etablierung am Markt. Und es endet heute – mit diesem Artikel – mit einem Aufruf und einer Bitte.

Optimismus (oder Naivität?):

Ich habe Mathematik studiert – nicht jedermanns Sache, aber dennoch ein Studium mit vielen potenziellen Möglichkeiten. Während des Studiums habe ich gemeinsam mit Stefan die Bildungsinitiative ROCK YOUR LIFE! aufgebaut. Dabei werden Schüler aus sozial, familiär oder wirtschaftlich benachteiligten Familien über ihre letzten zwei Schuljahre von einem Studierenden als Mentor begleitet. „Berufsorientierung“ war eines der Kernthemen, mit dem wir uns daher automatisch Tag ein Tag aus beschäftigt haben. Jedoch immer die Orientierung anderer – in unserem Fall die Orientierung von Schülern. Unsere eigenen Orientierung sowie die unserer Kommilitonen waren nie ein Thema. Warum auch? Akadamiker finden doch einfach einen Job. Und wenn man meinen damaligen Mathe-Professoren glaubte, dann „kann man mit einem Mathe-Studium alles machen“, jedes Unternehmen „braucht“ einen. Das klang doch eigentlich nicht schlecht, oder? Ein Studium mit allen Möglichkeiten und dazu noch die Erfahrungen aus meiner Gründung! Was kann da schon schief gehen? Genau das waren auch meine Gedanken. Bis es dann soweit war, mein Abschluss vor der Tür stand und ich langsam auf Jobsuche ging…

Jobmatching mit jobify

Ernüchterung:

Auf einmal musste ich feststellen, dass die Aussagen meiner Profs bei genauerer Betrachtung einige Fragen aufwarfen. Allen voran: „Was ist eigentlich dieses alles?“ und „Wie um Gottes Willen gebe ich alles bei Stepstone ein?“. Natürlich hatte ich viele Möglichkeiten, allerdings wurde es dadurch nicht weniger herausfordernd, den für mich „richtigen“ Job zu finden. Was ist schon „richtig“? Schließlich ging es nicht nur darum, dass ich den Job mit meinen Qualifikationen ausüben konnte, ich hatte ja auch eigene Vorstellungen und Erwartungen. Ich wollte mich in meinem Job wohl fühlen und aufgehen. Und natürlich hatte ich den Wunsch mich weiterentwickeln zu können und an meinen Aufgaben zu wachsen. Kurzum: Ich hatte Ansprüche.

Also wieder zu Stepstone. Wahllos Begriffe eingegeben und Listen durchwühlen. Lange Listen. Manche der Arbeitgeber kannte ich – zumindest dem Namen nach. Mehr wusste ich jedoch meist nicht und besonders aufschlussreich waren die meisten Stellenbeschreibungen auch nicht. „Wie schaut denn mein Alltag nun aus?“ fragte ich mich oft. Eine ganze Reihe von Informationen, die wichtig gewesen wären, haben schlichtweg gefehlt. Wie sollte ich also entscheiden, welches Unternehmen und welcher Job meinen Ansprüchen genügte? Einfach wild überall bewerben? Stundenlang Motivationsschreiben verfassen? Bloß nicht!

 

Erkenntnis:

Es ist offensichtlich: Besonders großen Spaß hat die Orientierungs-, Such- und Bewerbungsphase mir nicht gemacht. Ich fand es mühselig und die Ergebnisse überschaubar befriedigend. Aber natürlich war das kein Problem, das nur mich betraf. Meine Kommilitonen waren in ganz vergleichbaren Situationen. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch du diese Situation in ähnlicher Art und Weise bereits erlebt hast oder eventuell im Moment mitten drinsteckst. Und das betrifft natürlich nicht nur (wie damals in meinem Fall) den Berufseinstieg: Es gibt unzählige Gelegenheiten, bei der man einen besseren Überblick, eine bessere Orientierung bräuchte. Vielleicht bist du gerade auf der Suche nach einem spannenden und lehrreichen Praktikum. Oder die ersten Berufsjahre liegen bereits hinter dir, du bist mit deinem aktuellen Job nicht zufrieden und willst den nächsten Schritt gehen und eine neue Herausforderung. In all diesen Fällen macht Jobsuche vor allem eines – nämlich keinen Spaß.

Tatendrang:

Eines ist meiner Meinung nach völlig klar: Die aktuellen Lösungen von klassischen Stellenportalen helfen hier nur wenig weiter und machen auch nicht den Anschein, dass sie hier in naher Zukunft etwas ändern wollen. Aus diesem Grund habe ich jobify ins Leben gerufen. Mein Team und ich wollen die Jobsuche grundlegend verändern – genauer gesagt: verbessern! Wir wollen den großen Platzhirschen zeigen, dass man das Thema auch anders lösen kann und dass „anders“ durchaus eine ziemlich gute Sache sein kann.

Die Vision war also schnell geboren: Individualisierte Job-Vorschläge, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zu mir persönlich passen. Und das nicht nur anhand meiner im Studium oder in Praktika erlernten Qualifikationen, sondern auch anhand meiner Wünsche und Erwartungen, meiner Karrierevorstellungen und Potenziale sowie meiner Passung zur jeweiligen Unternehmenskultur. Klingt doch eigentlich logisch, oder?
Erfahrungsbericht_Matching

Umsetzung:

Zugegeben, die Umsetzung war nicht ganz so leicht. Mit einem kleinen Team von vier Personen lief ich Mitte 2016 los. Konzeption, Investoren-Suche, Entwurf der Fragebögen und des Algorithmus (sozusagen unser Herzstück), Start der Programmierung der Plattform und dann… testen, testen, testen. Insgesamt hat es über ein Jahr gedauert, bis alles soweit war und wir im Herbst 2017 die ersten Nutzer und Unternehmen bei jobify willkommen heißen konnten. Eine Zeit voller Hoch- und Tiefpunkte, eine Zeit voller Herausforderungen und Spannung, eine Zeit voller Ereignisse. Insgesamt eine geile Zeit mit einem super Team (mittlerweile sind wir immerhin auf 14 Personen gewachsen!).

Wachstum:

Heute haben wir einige Monate am Markt hinter uns und schreiben unsere eigene Erfolgsgeschichte. Vom Startup über den erfolgreichen Mittelstand bis hin zum Weltkonzern sind mittlerweile viele Unternehmen Kunde bei jobify und schreiben Stellen aus, die sie nicht nur mit irgendeinem neuen Mitarbeiter besetzen wollen, sondern einem, der sich nachher auch wohl fühlt und ganzheitlich zu Job und Unternehmen passt. Neben Namen wie Coca-Cola, der Deutschen Post DHL Group oder auch Sony sind mittlerweile auch einige der großen internationalen Managementberatungen bei uns vertreten – sozusagen ein kleiner Ritterschlag.

Etablierung:

Der Start war gut, keine Frage. Und dennoch: Wir sind ein kleiner Fisch in einem großen Haifischbecken. Die großen Player schlafen nicht und die Vision von jobify kann nur dann funktionieren, wenn wir Tag für Tag daran arbeiten und uns verbessern. Und wenn viele junge Menschen daran mitwirken und aktiv einen Beitrag leisten, die Jobsuche von Morgen mit uns zu gestalten.
Erfahrungsbericht_Team

Ausblick und Unterstützung:

jobify lebt davon, jeden Tag Unternehmen und Kandidaten zusammen zu führen und neue Karrieren ins Laufen zu bringen. Mit jedem Einzelnen, der jobify in seine Jobsuche einbezieht, wächst unsere Relevanz in der Personalbranche und damit auch unsere Chance, diese nachhaltig zum Besseren zu verändern: Weg vom bloßen Lebenslauf und Motivationsschreiben hin zur Betrachtung der Person als Ganzem.

Genau hier kommt jeder einzelne (und somit auch du) ins Spiel.

Suchst du gerade noch einem Praktikum oder Job? Melde dich direkt bei jobify an! Hast du Freunde oder Bekannte, die auf Jobsuche sind? Erzähl Ihnen von jobify! Arbeitest du in einem Unternehmen das auch junge Nachwuchstalente sucht? Schreib mir eine Mail (martin@jobify.net) und lass uns gemeinsam den nächsten Schritt Richtung intelligentes Recruiting gehen! Oder bist du Journalist oder Redakteur? Dann schreib und berichte von uns und hilf, eine Vision zu etwas Großem zu machen!

Nun bleibt mir nur noch eins zu sagen: Danke! Danke, dass du meinen Bericht bis zu Ende gelesen hast und natürlich auch Danke, falls du dich bei jobify anmeldest oder uns in sonstiger Weise unterstützt!

Viele liebe Grüße,
Martin

 

 

Wie hat dir dieser Artikel gefallen?
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (No Ratings Yet)

Loading...

Martin Grupp

Martin Grupp ist Geschäftsführer von jobify und bereichert den Blog mit interessanten Beiträgen.

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: