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Coworking Spaces

Gemeinsam genutzte Büroräume, die sich flexibel und unverbindlich nutzen lassen und gleichzeitig die Möglichkeit bieten, sich mit anderen Leuten zu vernetzen. Ob auf Industrieflächen, in Großraumbüros oder Cafés, Coworking Spaces gibt es inzwischen immer häufiger. Besonders unter Freelancern und Startups erfreuen sie sich einer immer größeren Beliebtheit. Einer der Gründe dafür ist: Sie bieten die idealen Voraussetzungen, um produktiv mit Leuten aus unterschiedlichsten Branchen zusammenzuarbeiten. Gegenseitige Unterstützung, interessantes Feedback und wertvolle neue Kontakte sind dabei nur einige der angenehmen Nebeneffekte. Durch die gemeinsame Nutzung der Infrastruktur lassen sich außerdem Kosten einsparen.

Nun schwirrt seit kurzem auch der Begriff Homeoffice oder „Hoffice“ immer häufiger herum.

Ein schwedisches Coworking-Modell, das mit dem Spruch „Come and work at someone’s home“ wirbt. Hierbei wird nicht wie beim herkömmlichen Coworking in einem gemieteten Raum zusammengearbeitet, sondern in den eigenen vier Wänden.

Die Idee zu diesem Konzept hatte 2013 der Schwede Christofer Gradin Franzén, als er während der Erstellung seiner Masterarbeit einfach nicht mehr alleine weiterkam und sich deswegen als produktive Unterstützung seine Freunde zu sich nach Hause einlud. Das funktionierte so gut, dass er diese Idee zu einem Konzept weiterentwickelte. Dessen Philosophie besteht aus einer Mischung aus Ökonomie, Psychologie und buddhistischen Elementen.

Das neue Arbeitsmodell zielt darauf ab, vorhandene Ressourcen, wie z.B. das Zuhause, effektiv zu nutzen, durch den Austausch von Ideen neue Impulse und Feedback zu erhalten, und in einem sozialen Arbeitsumfeld seine Produktivität zu steigern. Der Tag im „Hoffice“ sieht dabei eine klare Struktur vor, die allerdings mehr als Orientierungshilfe und weniger als Verpflichtung gedacht sein soll: Nach je 45 Minuten Arbeitszeit wird eine kleine Pause gemacht, in der man sich gegenseitig erzählt, welches Arbeitsziel man in den folgenden 45 Minuten erreichen möchte. So hat man die eigenen Arbeitsziele klarer vor Augen und steigert seine Produktivität.

 

Digital Work

Das Konzept „Hoffice“ ist ein weiteres Arbeitsmodell, das seinen Ursprung in der digitalen Veränderung der Arbeitswelt findet, in der Arbeiten nicht mehr unbedingt an feste Orte oder Zeiten gebunden ist. Als Variation des Coworkings schafft Hoffice ein soziales Arbeitsumfeld und schließt unverzichtbare Aspekte wie Nachhaltigkeit mit ein. Denn Hoffice zielt darauf ab, bestehende Ressourcen effektiv zu nutzen und da wir unser Zuhause meist untertags viel zu wenig nutzen, spielt es in diesem Konzept eine zentrale Rolle. Gleichzeitig bietet es die ideale Grundlage für produktives und motiviertes Arbeiten. Die Entstehung neuer Ideen, Austausch und Kreativität soll hier gefördert werden. Die empfohlene Arbeitsstruktur mit einem Arbeitsrhythmus von jeweils 45 Minuten soll außerdem vor Ablenkung schützen und so die Produktivität steigern.

Grundsätzlich sind das alle gut durchdachte und zukunftsweisende Aspekte. Doch eine große Frage bleibt: Auch wenn wir uns digital immer mehr vernetzen, sind wir dazu bereit diesen Schritt auch analog zu gehen? Und damit fremden Menschen unser Zuhause zur Verfügung zu stellen? Diese Frage muss wohl jeder für sich beantworten. Ansonsten – come and work at someone’s home 😉

Mehr Infos zu Hoffice findet ihr hier.

Ana Volkland

Als Gast-Autorin hat Ana nicht nur bei uns Beiträge veröffentlicht. Mittlerweile ist Ana in Düsseldorf und genießt das rheinische Leben.

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