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8 Tipps für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch – Fragen, Antworten und Tipps

Vorstellungsgespräche sind immer eine Herausforderung und es ist ganz natürlich, dass man davor aufgeregt ist. Mach dir deswegen keine Sorgen – auch Personaler wissen, dass die Situation vor allem für junge Bewerber ungewohnt ist und nehmen darauf Rücksicht. Wir haben dir 8 hilfreiche Tipps vorbereitet, die dir helfen dein Vorstellungsgespräch erfolgreich zu meistern.

 

Die Vorbereitung

Schau dir vor dem Vorstellungsgespräch an, was das Unternehmen genau macht, in welchen Bereichen es aktiv ist, welche Neuigkeiten es vom Unternehmen gibt, aber auch wie deine potenzielle Stelle aufgebaut ist. Informationen über das Unternehmen findest natürlich auf der Homepage, aber auch auf diversen Social Media Kanälen wie LinkedIn, Facebook, Xing oder Ähnliches. Ein Tipp ist auch die News-Suchfunktion bei Google, die Presseartikel über Firmen sammelt und chronologisch darstellt.

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  1. Ankunft bei dem Bewerbungsgespräch:

    „Sind Sie gut angekommen?“ Diese oder ähnliche Floskeln, mit der Personaler beginnen, soll eine angenehme Atmosphäre und einen Einstieg in das Vorstellungsgespräch ermöglichen. Meistens fällt diese Frage zu Beginn des Gesprächs und zählt zum Small Talk. Dennoch, und auch weil es der erste Eindruck ist, solltest du hier versuchen zu Punkten. Negative Formulierungen, wie viel Verkehr oder keinen Sitzplatz, solltet Ihr nicht erwähnen. Zeigt stattdessen, dass Ihr vorausgeschaut habt. Ein Beispiel hierfür wäre, dass Ihr euch einen Sitzplatz reserviert habt. Mögliche Antworten sollten positiv formuliert sein, und etwa die Hilfe der Wegbeschreibung beinhalten.¹

  2. Bewerbung: Frag nach!

    Bei einem Vorstellungsgespräch sollst nicht nur du das Unternehmen überzeugen, sondern auch einen besseren Eindruck von deinem zukünftigen Team und allgemein der Stelle erhalten. Du hast also noch Fragen? Dann stelle sie! Egal, ob dir das Job-Profil noch nicht ganz klar ist oder du dich für die Herausforderungen der Branche interessierst. Fragen zeugen davon, dass du dich mit dem potenziellen Job auseinandergesetzt hast – und das ist doch nur positiv, oder? Diese Fragen kannst du dir natürlich auch bereits vorher notieren und zum Gespräch mitbringen, so stellst du sicher, dass du nichts vergisst.

  3. Viele Unternehmen bitten dich am Anfang des Gesprächs..

    ..dich selbst kurz vorzustellen und die wichtigsten Stationen deines Lebenslaufs vorzustellen. Meistens geben sie hierfür einen ungefähren Zeitrahmen von 5, 10 oder 15 Minuten vor. Übe diesen Teil des Vorstellungsgesprächs ruhig zu Hause schon einmal. Du kannst so vorab strukturieren, was du von dir erzählen und worauf du deinen Fokus legen möchtest. Das hilft dir am Tag X und gestaltet die ersten Minuten des Gesprächs angenehmer für dich. Denn kennen wir nicht alle die Situation, wenn in einer „Prüfungssituation“ die erste Aufgabe super gelaufen ist und man entspannt weitermachen kann?

  4. Bereite dich auf häufige Fragen im Vorstellungsgespräch vor.

    Das kann zum Beispiel sein: „Was gefällt Ihnen besonders an der Stelle?“, „Warum haben Sie sich bei uns beworben?“, „Wie stellen Sie sich Ihren Arbeitsalltag vor?“, „Welche beruflichen Ziele verfolgen Sie?“, „Was ist Ihnen im Berufsalltag wichtig?“ etc. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Interviewer diese Fragen stellen wird. Und auch hier kannst du zeigen, dass du dich mit der Stelle auseinandergesetzt hast und sie reflektiert hast.

  5. Rechne damit, dass das Unternehmen Fragen stellen wird, die dich im ersten Moment verunsichern oder aus dem Konzept bringen.

    Das kann zum Beispiel sein: „Wie nervös sind Sie gerade und woran merkt man das?“ oder „Sie haben gesagt, dass Sie gerne im Team arbeiten – heißt das, dass Sie unselbstständig sind?“. Diese Fragen sind ganz gezielt dafür da, dich zu verunsichern und es gibt darauf keine richtige oder falsche Antwort darauf. Atme tief durch, bleibe ganz ruhig und beantworte die Frage ehrlich und professionell. Falls du kurz über die Frage nachdenken möchtest, dann lass den Personaler auch das wissen. Du kannst zum Beispiel sagen: „Das ist eine sehr gute Frage, darüber möchte ich kurz nachdenken. Geben Sie mir eine Minute?“

  6. Kommen wir zur klassischen Frage, die in kaum einem Interview fehlt: „Was sind Ihre Stärken und Schwächen?“

    Oftmals wird diese Frage nicht mehr konkret in dieser Form gestellt, sondern etwas variiert. Die Frage an sich ist aber sehr häufig Teil des Gesprächs. Auch hier gilt: Du kannst dich gut darauf vorbereiten! Am besten nimmst du dir vor einem Vorstellungsgespräch die Zeit und reflektierst, welche Dinge du gut kannst oder welche Aufgaben du gerne machst, aber auch welche Aufgaben dir schwerfallen oder dir keinen Spaß bereiten. Eine gute Möglichkeit deine Stärken und Schwächen zu präsentieren, ist das „Chunking-Modell“. Hierbei stellst du deine Stärken auf vier Ebenen dar:
    Das-Chunking-Model-vorstellungsgesprächWir haben dir hier beispielhaft aufgeschrieben wie du eine Stärke bzw. eine Schwäche präsentieren kannst.

    Stärke: „Ich bin teamfähig (abstrakt) und erarbeite besonders gerne zusammen mit Kollegen ein innovatives Konzept oder ein Produkt (Kontext). Das habe ich auch bereits bei Firma X/in Organisation Y unter Beweis gestellt, als ich zusammen mit drei Kollegen einen Leitfaden zur Organisation von Kundenansprachen erstellt habe. (Beispiel) Ich freue mich besonders meine starke Teamkompetenz bei Ihnen als Produktmanager einzubringen. (Relevanz für das Unternehmen)“

    Schwäche: „Ich spreche ungern vor einer größeren Gruppe (abstrakt), die ich vorher nicht kannte (Kontext). Letztes Jahr musste ich ein Referat zum Thema X vor meinem Seminar halten. Ich war im Vorfeld sehr nervös, obwohl ich wusste, dass ich das Thema sehr fundiert vorbereitet hatte (Kontext).  Daraufhin habe ich mich bewusst für einen offenen Umgang mit dieser Eigenschaft entschieden und bringe mich seit ein paar Wochen in Situationen, die mich bisher herausgefordert haben. Erst letztens habe ich mich freiwillig für eine Präsentation vor meinen Kommilitonen gemeldet und Y vorgestellt. Danach war ich sehr froh darüber und merkte, dass ich immer besser darin werde (Umgang).“

  7. Es gibt ein paar Fragen, auf die du nicht antworten musst.

    Dies ist auch gesetzlich so festgelegt. Falls das Unternehmen nach Schwangerschaft oder Familienplanung, Vorstrafen, deiner politischen Meinung oder Krankheiten, deinem früheren Verdienst oder deinem Vermögen fragt, musst du nicht ehrlich antworten. Denn diese Fragen dürfen nicht in einem Bewerbungsgespräch gestellt werden und deinen Jobeinstieg nicht beeinflussen. Es ist also legitim zu lügen oder darauf zu verweisen, dass du diese Frage nicht beantworten möchtest.

Du hast bereits Erfahrungen in Vorstellungsgesprächen gesammelt? Dann lass uns daran teilhaben und kommentiere, wie dein Gespräch gelaufen ist. Oder hast du sogar selbst Tipps, die bei der Vorbereitung oder im Gespräch helfen können? Lass es uns wissen. Wir freuen uns auf deinen Kommentar. Übrigens: Hast du schon dein XING und LinkedIn Profil optimiert? Deine Profile solltest du überprüfen, bevor du dich bei den Firmen bewirbst.

 

Quellen:

¹ Vgl. Lüdemann, Carolin mit „Die 111 wichtigsten Fragen im Vorstellungsgespräch: Kompetente Antworten die überzeugen“, 2014
² Bewerbertraining Telekom, 2018
³ MLP – Gehaltsverhandlung für Einsteiger, 2018

 

 

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