Beim Thema Bewerbung stellen sich bei vielen allein beim Lesen des Begriffes die Haare auf, da das gesamte Verfahren inklusive des Erstellen der Unterlagen mit viel Aufwand verbunden ist. Die Problematik beim Lebenslauf ist es das Gleichgewicht zwischen richtigem Mehrwert und zusätzlich interessanten Informationen zu halten. Dabei entsteht die Angst, den Personaler oder den Arbeitgeber mit Informationen zu erschlagen oder zu langweilen. Allerdings ist der hohe Aufwand auch kein Wunder, denn der Lebenslauf ist das wichtigste Dokument deiner Bewerbung. Es zeigt dich, dein Können und dein Wissen in einer tabellarischen Ansicht. Sei selbstbewusst und zeig dem Personaler, warum genau du richtig bist für den Job und warum er sich für dich entscheiden sollte.

 

Qualität statt Quantität: Welche Stationen im Lebenslauf wichtig sind

Im Grunde ist es eine Dokumentation von alle dem, was du auf deinem bisherigen Werdegang erlebt und gelernt hast. Allerdings solltest du unterscheiden zwischen relevanten Informationen, die auch in den Kontext passen und dich für die offene Stelle qualifizieren und solchen, die zwar interessant aber unwichtig für den Personaler sind – ganz nach dem Motto: eher Qualität als Quantität. Da vor allem der erste Eindruck zählt, solltest du auf eine einheitliche Formatierung und ein schlichtes Design achten. Verwende also gleiche Schriftgrößen und -arten und sei vorsichtig bei der Verwendung von bunten, knalligen Farben.

Allgemein sollte ein Lebenslauf maximal zwei Seiten lang sein. Hast du noch nicht so viel Berufserfahrung sammeln können reicht meist auch eine Seite. Im oberen Bereich, beispielsweise neben den Kontaktdaten, kannst du dein Bewerbungsfoto einfügen. Auch wenn dieses optional ist, hinterlässt du damit einen positiveren Eindruck. Das zeigt nicht nur dein Vertrauen gegenüber dem Personaler, sondern hilft auch dem Arbeitgeber sich visuell besser an dich zu erinnern.

 

Struktur ist wichtig: Diese Inhalte braucht dein Lebenslauf

Der klassische Lebenslauf ist wie folgt aufgebaut:

  • Kontaktdaten
  • Schule/Ausbildung/Studium
  • Praxiserfahrung/Berufserfahrung
  • Kenntnisse/Zusatzqualifikationen

Kontaktdaten

An erster Stelle im Lebenslauf stehen deine persönlichen Daten, unter denen dich der Arbeitgeber erreichen kann. Hierunter fallen Name, Anschrift, Telefonnummer (oder Handynummer), E-Mail, Geburtsdatum und -ort. Viele erwähnen an dieser Stelle auch Informationen zu Familienangehörigen, das ist allerdings von nicht allzu großer Bedeutung.

Studium und Berufserfahrung

Den Kern deines Lebenslaufes bilden deine Qualifikationen. Ordne diese chronologisch an und beginne mit der aktuellsten „Situation“. Du kannst deinen Werdegang in „Ausbildung“ und „Berufserfahrung“ unterteilen, musst du aber nicht. Vor allem als Absolvent und Berufseinsteiger hat man meist noch nicht so viel praktische Erfahrung, daher ist es eher sinnvoll beides zusammenzufassen. Wichtig ist, dass du bei deiner beruflichen Laufbahn, egal ob Praktika oder Vollzeitstelle, kurz deine Position und dein Aufgabenbereich beschreibst. So kann sich der Personaler auf den ersten Blick schon ein Bild von deiner Tätigkeit machen. Bei deinen Abschlüssen wäre es von Vorteil, wenn du auch den Notenschnitt direkt erwähnst, auch wenn dieser nicht der grandioseste sein sollte. Denk immer daran, dass der Arbeitgeber bei Interesse auch einfach im Zeugnis nachschauen könnte.

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Kenntnisse / Zusatzqualifikationen

Hier hast du die Möglichkeit alles Relevante zu erwähnen, wie beispielsweise EDV und Fremdsprachenkenntnisse. Vergiss nicht jeweils das Sprachniveau anzugeben und bestenfalls die Zertifikate hinzuzufügen. Unter diese Kategorie fällt auch dein soziales und schulisches Engagement, sowie deine Interessen und Hobbys. Auch hier gilt wieder: versuchte das zu erwähnen, was auf die ausgeschriebene Stelle passt.

Ein lückenloser Lebenslauf?

Viele denken, dass eine Lücke im Lebenslauf dramatisch ist und negativ auffällt. Grundsätzlich solltest du sie natürlich vermeiden, aber wenn es sich um eine Dauer von bis zu sechs Monaten handelt, dann hast du im Normalfall nichts zu befürchten. Wichtig ist, dass du diese dann auch begründen kannst. Hast du die Zeit beispielsweise genutzt um auf Reisen zu gehen, dann ist das alles andere als ein Nachteil. Das zeigt, dass du den Mut beweist auch Außerhalb vielfältige Erfahrungen zu sammeln.

 

Typische Fehler im Lebenslauf

Egal, wie viele Ratgeber man sich über den perfekten Lebenslauf durchliest, es passieren immer mal wieder Leichtsinnsfehler.

  1. Falsche Kontaktdaten
    Meist ist man nach dem Umzug in eine neue Stadt auf der Suche nach einem neuen Job. Da aus Gewohnheit nur die berufliche oder schulische Bildung ergänzt wird, kann es vorkommen, dass man die Bewerbung abschickt und im Nachhinein fällt einem ein: „Ich hab meine alte Adresse angegeben!“
  1. Rechtschreibfehler
    Wende am besten das Vier-Augen-Prinzip an, um diese Fehler zu vermeiden. Bitte also Freunde oder Familie noch einmal einen kurzen Blick über deinen Lebenslauf zu werfen.
  1. Übertreibungen und Lügen
    Tu es einfach nicht. Spätestens im Vorstellungsgespräch fallen erfundene Fakten auf, und können auch im Nachhinein ein Kündigungsgrund sein.
  1. Fehlende Anlagen
    Vergiss nicht alle Zertifikate und Dokumente anzuhängen, die du in deinem Lebenslauf erwähnt hast. Füge hier allerdings auch keine hinzu, die du nicht erwähnt hast, das sorgt nur für Verwirrung.

Über unsere Plattform hast du die Möglichkeit einen eigenen Lebenslauf per PDF hochzuladen, oder dir bei einem vollständigen Profil direkt einen herunterzuladen. Gerne unterstützen wir dich auch bei der Zusammenstellung deiner Unterlagen. Da bei einer Bewerbung kein Anschreiben nötig ist, kannst du dich dementsprechend mit nur wenigen Klicks bei deinen Matches bewerben.

 

 

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