Hier bei jobify dreht sich alles um das Thema Bewerbung und wie du den passenden Job findest. Heute wollen wir mal auf die andere Seite blicken: Wer sind die Personen, die sich bei Unternehmen darum kümmern, neue Mitarbeiter einzustellen? Mit welchen Themen beschäftigen sie sich? Wie wird sich das Berufsbild Recruiter verändern und was bedeutet das für dich als Bewerber?

Dafür haben wir das Team von meta HR gebeten, uns einen Einblick in die Welt des Recruitings, zu Deutsch der Personalgewinnung, zu geben. Sie sind Experten in der Beratung von Unternehmen zu den Themen Recruiting-Optimierung und Arbeitgeberattraktivität.

 

Ziele von meta HR

jobify und meta HR verbindet der Anspruch, das Thema Jobsuche bzw. Mitarbeitersuche sowohl für Bewerber als auch die Personaler, die sich in Unternehmen darum kümmern neue Mitarbeiter einzustellen, positiv zu verändern. Bei meta HR tun wir dies, indem wir Unternehmen dabei helfen, ihre Personalgewinnung wertschätzend, qualitativ hochwertig und zeitgemäß zu gestalten. Die Anliegen der Bewerber sind uns durch jahrelange Erfahrung und mehrere, von meta HR mit Partnern durchgeführten Studien bekannt. Diese Erkenntnisse wollen wir mit den Ergebnissen unserer neuesten Studie Recruiter Experience verknüpfen. In dieser haben wir Recruiter zu ihren Tätigkeiten und ihrer Meinung befragt – das sind die Personaler, die sich vor allem mit der Personalgewinnung beschäftigen. So lernt Ihr den Bewerbungsprozess und die Personen dahinter auch mal von der anderen Seite kennen. Vielleicht entdeckt Ihr sogar einen potentiellen, zukünftigen Arbeitsbereich für Euch.

 

Wie ticken Personaler?

Beginnen wir mit der Persönlichkeit: Als die wichtigsten Eigenschaften für ihre Arbeit sehen Recruiter Empathie, Aufgeschlossenheit und Verlässlichkeit. Recruiter setzen also auf ihre kommunikativen Fähigkeiten. Ihr könnt Euch daher in den meisten Fällen sicher sein, dass Euch jemand gegenüber sitzt, der auch den Menschen hinter dem Lebenslauf kennenlernen will. Außerdem sehen zwei Drittel aller Personaler die Optimierung der Erfahrung an Bewerbungen, als wichtigstes Thema für ihre Arbeit in den nächsten drei bis fünf Jahren. In Fachkreisen spricht man auch von Candidate Experience.

Hier geht der Trend eindeutig in die richtige Richtung – die Erfahrung, die ein Kandidat während eines Bewerbungsprozesses macht, wird als essentiell für die erfolgreiche Positionierung als Arbeitgeber anerkannt. Mit anderen Worten: Bewerbungsprozesse werden mehr und mehr nach Jobsuchenden und Kandidaten ausgerichtet. Diese Erkenntnis hilft euch bestimmt etwas entspannter in das nächste Bewerbungsgespräch zu gehen, denn auch die Unternehmensvertreter geben sich Mühe.

Über welche Kanäle werden Jobs besetzt: Neben den Klassikern wie Online-Jobbörsen oder der eigenen Karriere-Webseite des Unternehmens, werden viele Stellen mittlerweile über andere Kanäle besetzt. Die Hälfte aller Recruiter zählt Mitarbeiterempfehlungen aus den Teams zu ihren erfolgreichsten Methoden, um zukünftige Kollegen zu gewinnen. Es lohnt sich auf der Jobsuche also immer auch über die altbewährten Kanäle hinaus aktiv zu werden. Sprecht die Menschen in Eurem Umfeld – Freunde, Verwandte, Eltern von Freunden, ehemalige Kollegen – darauf an, ob bei derem Arbeitergeber eine Stelle frei sein könnte, die Euch anspricht. So entstehen oft die besten Kontakte.

Doch auch auf Karrieremessen lässt es sich super netzwerken. Hier lernt Ihr unter Umständen Arbeitgeber kennen, mit denen Ihr sonst vielleicht nicht in Berührung gekommen wärt. Solche Events sind für jeden fünften Recruiter entscheidend bei der Kandidatenauswahl.

 

Aufgaben eines Personalers

Solltet Ihr den Bereich der Personalgewinnung als spannendes Aufgabengebiet für Euch selbst sehen, ist es vermutlich ein Job, an dem Ihr Freude hättet: 87 % der befragten Recruiter würden ihren Job in diesem Bereich wieder ergreifen. Als die wichtigsten Beweggründe in diesen Beruf zu gehen, werden die Arbeit mit Menschen und die abwechslungsreiche Tätigkeit genannt. Man muss allerdings erwähnen, dass Recruiting auch immer digitaler wird und entsprechende Fähigkeiten ebenfalls eine große Bedeutung haben. Es verschlägt übrigens auch Quereinsteiger, also Personen die zuvor beim selben Unternehmen in einer Position in einem Fachbereich gearbeitet haben, ins Recruiting. 15 % sind so zu ihrem Job als Recruiter gekommen.

Dass dieser Beruf tatsächlich abwechslungsreich ist, beweist die Aufgabenvielfalt. Vielleicht seid Ihr selbst schon einmal auf einem beruflichen Netzwerk wie XING oder LinkedIn wegen eines Jobs angeschrieben worden. Active Sourcing, also das aktive Suchen nach Kandidaten, ist bei immer mehr Personalern Teil des Aufgabenbereichs. Auch die Teilnahme an Events und Messen gehört bei vielen, zumindest gelegentlich, dazu, so wie das Erstellen von Content für Social Media Kanäle oder die eigene Karriere-Webseite.

Doch auch administrative Tätigkeiten, wie z.B. die Bewerber-Vorauswahl, zeichnen den Job aus. Hier gibt es noch einiges an Potential, diese Aufgaben immer mehr an digitale Tools abzugeben. Das sollte den Recruitern dann mehr Zeit für die Kommunikation mit ihren Kandidaten geben. Große Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern sind bei den Digitalisierungsinnovationen im Recruiting die Vorreiter. Doch auch in kleineren Unternehmen wird die Rolle der Personalgewinner wichtiger. Die handelnden Personen werden immer mehr zu aktiven Netzwerkern und müssen sich in ihren Branchen gut auskennen. Dafür ist es wichtig immer am Ball zu bleiben und Trends im Blick zu haben.

 

Fragen? metaHR hilft!

Letztlich brauchen auch Recruiter gelegentlich mal Unterstützung. Möchtet ihr die Candidate Experience eurer Bewerber verbessern oder eure Arbeitgeberattraktivität steigern? metaHR hilft euch bei Fragen gerne weiter! Und falls ihr über die neusten Trends im HR informiert bleiben wollt, dann folgt auch gerne dem metaHR  Blog!

 

 

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