Viele nutzen Consulting als Karrieresprungbrett. Zwei bis fünf Jahre lernen, Networking und dann… ja was dann?

Der Traumwerdegang vieler Consultants beginnt in einer namenhaften Beratung und endet im Top-Management bei Handels-, Finanzdienstleistungs- oder Industrieunternehmen. Ein mustergültiger Karriereaufstieg wie ihn exemplarisch der Ex-McKinsey Berater Oliver Bäte bestritt. Für Consulting-Alumni ist dies nach wie vor der Königsweg. Raus aus der Beratung und hinein in eine Führungsposition und Verantwortung übernehmen. Doch aufgrund der Fülle an Unternehmensberatern ist es nicht mehr selbstverständlich, dass ein Ausstieg automatisch mit einem hohen Einstieg verbunden ist.
Wer trotzdem die Karriereleiter weiter nach oben klettern möchte, für den sollen hier ein paar Optionen aufgezeigt werden.

Inhouse Consulting

Die internen Unternehmensberatungen gewinnen zunehmen an Bedeutung. Denn Inhouse Consultancies sind die Brücken zu späteren Top-Funktionen im Unternehmen. Sie bieten für alle Einstiegslevel vielseitige Chancen. Man lernt die internen Unternehmensstrukturen genau kennen, identifiziert die optimalen Aufstiegschancen und kann sich für eine spätere Führungsposition in Stellung bringen. Ein optimaler Einstieg in eine Linienfunktion im Unternehmen.

Stabspositionen

Der Einstieg über eine Stabseinheit ist ebenfalls eine Möglichkeit die angestrebte Karriereposition zu erreichen. Hierbei sollte sich der Stab insbesondere mit erfolgskritischen Themen befassen, wie beispielsweise strategisches Business Development oder Unternehmensentwicklung, um eine hohe Visibilität im Top-Management zu haben.

Private Equity, Venture Capital

Wer auf der Suche nach einem entspannteren Geschäftsumfeld ist, ist mit einer Privat Equity- oder Venture Capital-Gesellschaft fehl am Platz. Hier kann man besonders seine analytischen Stärken in einem hochdynamischen Umfeld mit einbringen. Diese Exit-Option bedeutet Berater bleiben, jedoch in einer anderen Branche tätig werden. Um hier einen Fuß in die Türe zu bekommen profitiert man davon, wenn man zuvor bei einer Beratung mit einer hohen internationalen Reputation war. Wie zum Beispiel McKinsey, Bain oder BCG.

Start-ups

Viele unter den ehemaligen Beratern gründen ihr eigenes Unternehmen oder übernehmen den Posten als Geschäftsführer in einem bereits etablierten Start-up. Die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen in eine Gründung mit einfließen zu lassen, stellt einen hohen Reiz für Optimierer aus der Beratung dar. Selbst wenn man an diesem Versuch scheitern sollte, ist dies ein Punkt der als wichtige Lektion gesehen wird und nicht als Versagen. Dabei spielt auch weniger Internationalität und Reputation der Beratung, aus der man kommt, eine Rolle. Ob Boutiquen, mittelständische Beratung oder eine der Großen, von Relevanz ist die fachliche Expertise.

Freelance-Tätigkeit

Freiberuflichkeit – ein Trend, der immer stärker zunimmt, was sich insbesondere an den aufsprießenden Online-Freelancer-Plattformen von ehemaligen Consultants zeigt. Ob ehemaliger Bain-, McKinsey- oder Deloitte- Berater, sie alle haben sich für freies, selbstbestimmtes Arbeiten entschieden und bieten mit ihren Online-Plattformen eine stärkere Markttransparenz und effizientere Zusammenführung von Unternehmen und Beratern. Zudem vereinfachen dergleichen Plattformen für Freelancer das Akquirieren von genügend Aufträgen.

Fazit

Die Beratung bietet viele Chancen und öffnet durch spannende Projekte, Trendthemen und Kontakte Türen. Dabei ist ein gutes, funktionierendes Netzwerk der beste Karriere-Pusher, aber auch das Wissen über die eignen Stärken und Wünsche. In den ersten zwei Jahren im Consulting kann man sich durch verschiedenste Projekte ein ansehnliches Toolkit aneignen. Durch die vielfältigen Erfahrungen hat man eine steile Lernkurve.
Entscheidet man sich dazu drei bis fünf Jahre im Consulting zu bleiben, kann man stark davon profitieren, sich für eine Industrie zu spezialisieren, besonders, wenn man plant dort nach dem 5. Jahr eine Führungsposition einzunehmen. Damit kann man nach einem Ausstieg mit einer starken Branchen-Expertise überzeugen oder das Fachwissen in die eigene Unternehmensgründung in diesem Bereich mit einfließen lassen.

Es gibt demnach viele unterschiedliche Wege, die nach dem Consulting-Exit eingeschlagen werden können. Je nach Zeitpunkt und Spezialisierungsgrad stehen einem verschiedenste Optionen zur Verfügung. Wichtig ist sich frühzeitig damit auseinander zu setzen, Kontakte fleißig zu pflegen und den Absprung zum richtigen Zeitpunkt zu schaffen.

 

Wie hat dir dieser Artikel gefallen?
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 votes, average: 5,00 out of 5)

Loading...

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: