Die Gehaltsverhandlung: Viele fürchten sich davor, um eine Gehaltsanpassung zu bitten. Aber wieso eigentlich? Schließlich möchte man für seine Leistung doch nur angemessen entlohnt werden. Aber wie forderst du am Besten eine Gehaltserhöhung ohne unverschämt rüber zukommen und vor allem wie hoch darf deine Gehaltsforderung sein? Gerade als Young Professional ist man in diesem  Bereich wahrscheinlich noch weniger erfahren und unsicher. Trotzdem solltest du vor einer Gehaltsverhandlung keine Angst haben, denn mit einer guten Vorbereitung wirst auch du deine Gehaltsverhandlung erfolgreich abschließen!

 

1. Vorbereitung ist Alles

Eine gute Vorbereitung ist essentiell für eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung. Du solltest dir vor der Verhandlung klar darüber werden, was du fordern wirst. Formuliere deine Wünsche klar und deutlich für dich selbst. Nur so kannst du sie auch überzeugend deinem Chef vortragen. Bleibe bei deinen Forderungen allerdings realistisch. Bei zu hohen Forderungen wirkst du schnell überheblich. Informiere dich deshalb zum Beispiel über das Durchschnittsgehalt für deinen Job. Hierbei ist es hilfreich sich darüber klar zu werden, welche Faktoren ein Gehalt bestimmen. Nicht nur die Unternehmensgröße ist entscheidend dafür. Dein Gehalt hängt vor allem von deinem Abschluss und deiner Arbeitserfahrung ab aber auch der Standort des Unternehmens spielt mit bei der Bestimmung des Gehalts eine Rolle. So verdienen Masterstudenten bei Berufseinstieg meist mehr als Absolventen mit einem Bachelorabschluss. Wenn du während deines Studiums nun noch die Möglichkeit hattest bereits relevante Berufserfahrung zu sammeln, sind deine Chancen auf ein höheres Einstiegsgehalt ebenfalls besser. Wichtig bei der Bestimmung des Gehalts ist auch dein Wohnort, demnach verdienst du in einer Stadt mit höheren Lebenshaltungskosten tendenziell auch mehr Geld.

 

2. Der richtige Zeitpunkt der Verhandlung

Die Wahl des Zeitpunkts deiner Gehaltsverhandlung kann einen positiven Einfluss auf das Ergebnis der Verhandlung haben und ist deshalb auch gut zu planen. Ein idealer Zeitpunkt, um deine Chancen bei der Gehaltsverhandlung zu erhöhen, ist nach einem erfolgreich abgeschlossenen Projekt nach einer Gehaltsanpassung zu fragen. Dies macht es dir leicht mit deinen bereits erbrachten Leistungen zu überzeugen – Argumente, die dein Vorgesetzter schwer entkräften kann. Wenn du beispielsweise kurz davor stehst neue Aufgaben und Projekte in deinem Job zu übernehmen bietet es sich ebenfalls an nach einer Gehaltsanpassung zu fragen. Schlau ist es zum Beispiel auch deine Gehaltsverhandlung vor der jährlichen Budgetplanung zu terminieren.

 

3. Die Verhandlung

Wenn es nun endlich zur Verhandlung kommt bist du noch längst nicht auf der Zielgeraden, aber mit der richtigen Technik ist diese vielleicht näher, als du denkst. Bei Beginn der Gehaltsverhandlung solltest du deinem Gegenüber erst einmal erklären, wieso es zu dem Termin kam und was du dir von dem Gespräch erhoffst. Definiere klar, was du möchtest und eröffne die Verhandlung im Idealfall auch mit deinem Anfangsgebot. So hast du die Möglichkeit deine Forderung, so hoch anzusetzen, wie du es für angemessen hältst und dein Chef ist aufgefordert darauf einzugehen. Wenn du das Einstiegsangebot machst bist du eindeutig im Vorteil. Es bedarf weitaus mehr Überzeugungskraft ein niedriges Anfangsgebot hoch zu handeln, als ein höheres Angebot herunterzuhandeln.

Tipp:

Krumme Zahlen erwecken den Eindruck, dass du genau weißt, was deine Arbeit wert ist und wirken so automatisch entschlossener und überzeugender auf deinen Gegenüber als ein runder Betrag.

 

Während der Verhandlung kommt es natürlich primär darauf an, dass du deine Forderung plausibel und überzeugend erklären kannst. Du solltest Gegenargumente also möglichst entkräften bevor sie überhaupt genannt werden. So wirst du nicht irritiert oder aus der Bahn geworfen und lässt deinem Gegenüber keinen Raum für Zweifel. Falls dein Chef trotzdem skeptisch ist, hat dies meist den Hintergrund, dass er dich testen will. Er möchte vor allem wissen, ob du gute Gegenargumente liefern kannst. Um seine Bedenken zu entkräften ist es hilfreich, wenn du dir schon vor dem Gespräch überlegst, was dein Vorgesetzter hinterfragen könnte, um stichhaltige Gegenargumente liefern zu können.

 

4. Reden ist silber, Schweigen ist gold

Wie verhält man sich richtig, wenn es zu einem unangenehmen Schweigemoment kommt? Genieße ihn! Denn im Endeffekt wirkt sich eine Pause in den meisten Fällen positiv auf den Gesprächsverlauf aus. Zum einen hat dein Chef so etwas Zeit über dein Angebot nachzudenken und du kannst beobachten, wie er auf deinen Gehaltswunsch reagiert. Zum anderen signalisierst du Entschlossenheit, wenn du nicht bei jeder kleinen Stille versuchst das Gespräch aufrecht zu erhalten, indem du es direkt an dich reißt.

 

5. Haltung bewahren

Der letzte und wichtigste Punkt ist, dass du die Haltung bewahrst! Zeige, dass du weißt, was deine Arbeit wert ist und trete selbstbewusst auf. Das wird dir helfen einen standhaften Eindruck zu hinterlassen. Wichtig ist, dass du weißt, welchen Beitrag du zum Unternehmenserfolg leistest. Strahle das auch nach außen hin aus. Falls sich dein Chef trotz allem nicht von einer Gehaltserhöhung überzeugen lässt, gibt es einige gleichwertige Alternativen, die du vorschlagen kannst. Hierfür kommen zum Beispiel flexiblere Arbeitszeiten, höhere Boni oder Homeoffice in Frage. Überlege dir auch hier, was für dich ein Ausgleich zu der nicht erhaltenen Gehaltserhöhung sein könnte.

 

Fazit:

Du siehst, es gibt eigentlich gar keinen Grund vor einer Gehaltsverhandlung Angst zu haben. Eine Gehaltsverhandlung gehört früher oder später einfach zu deiner beruflichen Entwicklung dazu. Mit der richtigen Vorbereitung und einem selbstsicheren Auftritt kann so gut wie nichts schiefgehen. Und am Ende des Tages gilt sowieso: wer nicht wagt, der nicht gewinnt – also was hast du schon zu verlieren?

 

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